Schlosspark Molsdorf

Barocke Lebensfreude

Das Dorf in der Stadt: Mit seinen 600 Einwohner:innen gehört Molsdorf zur Landeshauptstadt Erfurt. Weithin berühmt ist seine Schloss- und Parkanlage. Hier ließ sich der zum Reichgrafen geadelte Diplomat Gustav Adolph von Gotter zwischen 1734 und 1740 eine ehemalige Wasserburg zum Schloss umbauen. Zusätzlich ließ er eine barocke Gartenanlage mit Herkulesbrunnen, Kaskade, Orangerie, ornamentalen Blumenbeeten und reichem Skulpturenschmuck anlegen. Aus Geldnot musste Gotter das Anwesen veräußern. Bereits 1748 - inzwischen hochverschuldet - konnte er es weder durch Lottospielen noch durch Gönner halten. Für ihn wurde das Lustschloss zum Luftschloss.
​​​​​​​Uns ist es geblieben, ebenso der Park, in dem trotz Umgestaltung zum Landschaftspark die barocken Strukturen sichtbar blieben.
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Ergatterte Gottergeschenke

Gustav Adolph von Gotter verkehrte mit den ganz Großen seiner Zeit und war als Diplomat weithin berühmt, aber auch als Despot und Lebemann mit grobem Humor berüchtigt. Auf rauschenden Festen im Molsdorfer Park erlaubte er sich den Spaß, an die Zweige hoher Bäume Kleidungsstücke und kleine Geschenke binden zu lassen. Auf sein Signal hin kletterten die Untertanen wie Affen halsbrecherisch nach den Kostbarkeiten und durften dann die ergatterte Beute behalten.

 

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