Garten am Haus Hohe Pappeln

Architekten(t)räume

Nach jahrelanger Tätigkeit in Weimar, errichtete der belgische Architekt Henry van de Velde 1907/08 ein Haus nach eigenen Plänen. Unter Berücksichtigung des Gartens entstand ein organisches Gesamtkunstwerk. Den Namen erhielt das Grundstück von seinem Sohn Thyl, der es nach den majestätischen Pappeln am nahegelegenen Papiergraben benannte. Die unterschiedlichen Gartenräume spiegeln nicht nur die Bedürfnisse der Familie wieder, sondern nehmen insbesondere Bezug auf die Innenräume. So zeigt sich in der Summe zahlreicher Details – wie beispielsweise das korrespondierende Farbspiel von Innenräumen und Blumenrabatten – ein konsequentes Denken von Innen nach Außen, was der Familie für zehn kurze Jahre unterschiedlichste Frei- und Lebensräume bot.
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Früh übt sich

Besonders eifrig tat sich der kleine Thyl im neuen Heim bei der Gartenarbeit hervor. Er züchtete sogar Kaninchen und durfte über deren Verkaufserlös frei verfügen. In den schlechten Zeiten des Ersten Weltkrieges überließ er freimütig seine „Karnickelkasse“ der Familie. Einige Jahre später studierte er sogar an einer Landwirtschaftsschule im niederländischen Dordrecht.

 


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